Vier Schritte, alle im eigenen Haus
Stanzen, Galvanik, Montage und Dauerlauf liegen an einem Ort. Das ist keine Größe zum Angeben, sondern der Grund, warum wir zu jeder Lieferung sagen können, aus welcher Wanne und aus welcher Woche die Ware kommt.
Vom Bandstahl zum freigegebenen Karton
Der Weg ist kurz und immer derselbe. Jeder Schritt hinterlässt eine Kennzeichnung, und genau diese Kennzeichnungen ergeben am Ende den Chargenschlüssel auf dem Karton.
Stanzen und Umformen
Bandstahl läuft im Folgeverbundwerkzeug in einem Durchgang zum Rohteil. Das Werkzeug bleibt einer Baureihe zugeordnet, damit die Streuung zwischen zwei Losen nicht vom Rüsten kommt. Rohteile gehen in Kästen mit Losschein ins Zwischenlager, nie ohne Kennzeichnung.
Galvanik im Haus
Vernickeln und Passivieren laufen auf eigenen Gestellen, eine Wanne je Legierungslos. Deshalb steht auf jedem Karton, aus welcher Wanne die Ware kommt: bei einer Reklamation ist das der Unterschied zwischen einer Stunde und einer Woche Suche.
Montage und Paarung
Bänder, Federarme und Laufwagen werden in Vorrichtungen gepaart, nicht von Hand zusammengelegt. Der Schrauber am Balancer arbeitet mit festem Drehmoment; das Fenster dafür kommt aus derselben Versuchsreihe, die auf der Startseite als Anzugsfenster steht.
Dauerlauf und Freigabe
Aus jedem Legierungslos gehen Prüfmuster in den Dauerlauf, parallel zur laufenden Fertigung. Erst wenn die Reihe durch ist und die Kraft-Weg-Messung im Prüfband liegt, gibt das Labor die Charge frei. Das Protokoll bekommt der Kunde mit der Lieferung, nicht auf Nachfrage.
Was wir nicht machen
Wir spritzen nicht, wir lackieren nicht und wir bauen keine Möbel. Wer eine Front oder einen Korpus braucht, ist bei einer Möbelfertigung richtig; wir liefern das, was daran beweglich ist.
Und wir liefern nicht an Endkunden. Das ist keine Unfreundlichkeit, sondern eine Folge der Losgrößen: unter 500 Stück fährt keine eigene Charge, und ohne eigene Charge gibt es kein Protokoll, das diesen Namen verdient.
Werkbogen ist ein Industriebetrieb mit Serienfertigung und Mitglied der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld. Für die Herstellung von Möbelbeschlägen gibt es kein eigenes Gewerk in der Anlage A der Handwerksordnung; wo im Einzelfall die Grenze zu einem zulassungspflichtigen Gewerk liegt, entscheidet die zuständige Kammer. Wir behaupten deshalb keine Eintragung, die wir nicht belegen können.