Die Kraft an einer Tür ist keine einzelne Zahl, sondern ein Verlauf über den Weg, und die Spitze liegt fast immer kurz nach dem Losbrechen. Diese Notiz beschreibt unseren Aufbau nach DIN EN 15570, 6.3.2 und die drei Fehler, die eine Messung unbrauchbar machen.
1.Begriff
Die Betätigungskraft ist die Kraft, die an einem festgelegten Punkt der Tür aufgebracht werden muss, um sie in Bewegung zu setzen und in Bewegung zu halten. Sie ist wegabhängig: am Anfang steht die Losbrechkraft, danach fällt der Verlauf ab, und beim Schließen greift der Dämpfer ein.
Wir messen an einem Punkt in der Höhe des oberen Bandes, weil dort im Gebrauch angefasst wird. Ein anderer Angriffspunkt ergibt eine andere Zahl, und deshalb steht er in jedem unserer Protokolle mit.
2.Aufbau
Der Aufbau ist die Vorrichtung, in der eine echte Tür an einem echten Band hängt, mit definierter Masse und definiertem Schwerpunkt. Unsere Vorrichtung nimmt Fronten bis 600 mm Höhe, die Kraft läuft über einen Hebel in eine Messdose, und der Weg wird gleichzeitig aufgenommen.
Unser Prüfband reicht von 10,0 N bis 22,0 N. Die untere Kante steht nicht aus Ordnungsliebe da: eine Tür, die zu leicht aufgeht, fällt bei einem Zug am Nachbarschrank mit auf und wirkt genauso mangelhaft wie eine zu schwere.
2.1Fehlerquelle Angriffspunkt
Der Angriffspunkt ist der Ort, an dem die Kraft in die Tür eingeleitet wird. Verschiebt er sich um 100 mm nach unten, ändert sich der Hebelarm, und dieselbe Tür liefert eine andere Spitze, ohne dass am Beschlag etwas anders wäre.
Das ist der häufigste Grund, warum unsere Werte und die Werte eines Kunden nicht zusammenpassen. Bevor jemand die Charge verdächtigt, vergleichen wir die beiden Aufbauten.
2.2Fehlerquelle Geschwindigkeit
Die Prüfgeschwindigkeit ist die Winkelgeschwindigkeit, mit der die Tür geöffnet wird. Zu schnell gezogen, addiert sich die Trägheit der Tür zur gemessenen Kraft, und die Spitze wird um mehrere Newton zu hoch.
Wir fahren deshalb mit einem Antrieb und nicht von Hand. Eine Messung von Hand ist für einen ersten Eindruck brauchbar, für ein Protokoll nicht.
2.3Fehlerquelle Einlaufverhalten
Das Einlaufverhalten ist die Veränderung der Kraft über die ersten Öffnungen eines neuen Beschlags. Fett verteilt sich, Kanten setzen sich, und die Losbrechkraft sinkt in den ersten Zyklen messbar ab.
Wir messen deshalb nach einer festen Zahl Voröffnungen und schreiben diese Zahl ins Protokoll. Wer am ersten Zyklus misst, misst den Zustand nach der Montage und nicht den Zustand, in dem der Beschlag die nächsten Jahre steht.
3.Was wir nicht behaupten
Die Norm gibt ein Prüfverfahren vor, keine Bescheinigung. Es gibt also keine Zertifizierung nach DIN EN 15570, und wer damit wirbt, verwechselt Verfahren und Siegel.
Alle Kraftwerte auf diesen Seiten sind eigene Messwerte aus unserem Labor, aufgenommen in einem Aufbau nach dieser Norm. Wenn Sie eine Prüfung durch eine dritte Stelle brauchen, liefern wir Muster und Aufbauzeichnung dafür.
Alle Zahlen in diesem Blatt sind eigene Messwerte der Werkbogen GmbH und gelten für unsere Bauteile in der beschriebenen Einbausituation. Sie sind keine Wiedergabe normativer Grenzwerte. Wenn Sie das Blatt in Ihrer Dokumentation zitieren, nennen Sie bitte WB-TN-002, Rev. A mit.